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Die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 bringt viele Nachrüstpflichten für Besitzer von Bestandsimmobilien mit sich.

Die EnEV 2014 ist zum 1. Mai in Kraft getreten und Bauherren oder Hausbesitzer sollten die neuen energetischen Anforderungen und Nachrüstpflichten kennen, um empfindliche Geldbußen zu vermeiden.

Die beiden wichtigsten Änderungen für Bestandsgebäude durch die EnEV 2014 sind wohl die Austauschpflicht für alte Standardheizkessel nach spätestens 30 Jahren und die neu definierten und klaren Grenzwerte für die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke oder des Daches. Ab dem 01. Januar 2016 darf hier der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 0,24 nicht mehr überschritten werden.

Viele alte Heizungsanlagen müssen ausgetauscht werden

Ab 2015 müssen Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, außer Betrieb genommen werden und Heizungsanlagen, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen laut EnEV 2014 spätestens nach 30 Jahren ersetzt werden – außer es handelt sich um Niedertemperatur- oder Brennwertkessel. Diese stehen unter Bestandsschutz und sind von der Austauschpflicht ausgenommen.

Oberste Geschossdecken / das Dach müssen bis Ende 2015 gedämmt sein

Die Dämmpflicht für die obersten Geschossdecken in beheizten Räumen, die an ein nicht beheiztes Dachgeschoss angrenzen, war zwar in der alten EnEV 2009 auch schon enthalten, aber ab sofort gelten klare Grenzwerte und im Gegensatz zu früher bedeutet eine Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben eine Ordnungswidrigkeit, die unmittelbar mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Alle Hausbesitzer, die sich nicht sicher sind, ob ihre Dächer oder Geschossdecken den neuen Anforderungen entsprechen, sollten sich daher an einen unabhängigen Energieberater wenden.

Der Energieausweis gewinnt durch die EnEV 2014 an Bedeutung

Der neue Energieausweis ordnet jeder Immobilie künftig eine genaue Energieeffizienzklasse von A+ (niedrigster Energiebedarf – Farbdefinition grün) bis H (hoher Energiebedarf – Farbdefinition rot) zu. Bereits in einer Anzeige für eine Vermietung oder den Verkauf einer Immobilie muss dieser Wert angegeben werden. Bei einer Wohnungs- oder Hausbesichtigung muss der neue Energieausweis unaufgefordert vorgezeigt werden und spätestens bei Vertragsunterzeichnung dem Mieter oder Käufer übergeben werden.

Strengere energetische Anforderungen an einen Neubau

Die EnEV 2014 ist ein wichtiger Zwischenschritt hin zur EnEV 2020 und verschärft ab 2016 die Regeln für Neubauten. Die EU-Gebäuderichtlinie fordert, dass die Mitgliedsstaaten ab 2021 nur noch Niedrigst-, Null- und Plus-Energie-Gebäude bei Neubauten erlauben. Damit strebt nicht nur die Bundesregierung in diesem Bereich das klimaneutrale Gebäude an. Auch die Bestandsimmobilien sollen nach ihren Plänen bis 2050 entsprechend saniert werden.

Für wen gelten die neuen Verordnungen der EnEV 2014 nicht?

Ausnahmen gelten für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die spätestens zum 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Bei einem Eigentümerwechsel durch Verkauf oder Vererbung muss der neue Besitzer allerdings die Austauschpflicht bei der Heizungsanlage und die Nachrüstpflicht bei der Dämmung innerhalb von zwei Jahren erfüllen.

Quelle: http://www.zuhause.de

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